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Otto Pankok Ausstellung

Im Rahmen der kulturellen Arbeit der SINTI Union Düsseldorf e. V. nahm am 18.04.2015 eine Gruppe der Düsseldorfer Sinti an der Vernissage in der Bunkerkirche St. Sakrament in Düsseldorf-Heerdt teil. Die Zeichnungen von Otto Pankok und Ausstellungstafeln der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf trugen dazu bei, dass die Sinti sich mit ihrer kulturellen Identität und Geschichte auseinandersetzen konnten. Begegnungen zwischen Sinti und Nicht-Sinti zu schaffen, um Vorurteile abzubauen, ist ein wichtiges Anliegen der SINTI Union Düsseldorf.

Zwischen Otto Pankok (1893 – 1966) und den Düsseldorfer Sinti gab es eine geschichtliche und freundschaftliche Verbindung. Otto Pankok lebte von 1931 bis 1935 mit den Düsseldorfer Sinti im „Wilden Heinefeld“ in Düsseldorf-Golzheim. Die Sinti lebten dort damals unter ärmlichen Verhältnissen, Otto Pankok arbeitete dort in seinem Maleratelier. In dieser Zeit entstanden die großartigen schwarz-weiß Kohlezeichnungen von Düsseldorfer Sinti. In der NS-Zeit galt seine Malerei als entartete Kunst und er durfte nicht mehr ausstellen. Nach dem 2. Weltkrieg kehrte er als Professor an die Kunstakademie Düsseldorf zurück. Zeitlebens hat er sich für die ethnische Minderheit, die Sinti, eingesetzt.

Seine Tochter Eva Pankok führt dieses Erbe fort. Sie war sehr berührt, dass die Düsseldorfer Sinti bei der Vernissage anwesend waren. Sie lud diese spontan zu ihrem 90. Geburtstag zu sich nach Hause ein. Am 14. Juli 2015 wurde sie 90 Jahre alt.

Foto: ©  Angelika Ritter

1 Kommentar zu “Otto Pankok Ausstellung

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